Globale Nischen

Musik in einer transnationalen Welt

Projektleitung

  • Dr. Thomas Burkhalter

 

Gesuchstellerin

  • Sigrid Adorf


 Mitarbeitende

  • Simon Grab
  • Jolanda Gsponer (ICST)

Projektbeschreibung

Globale Nischen: Musik in einer transnationalen Welt

Das transdisziplinäre Forschungsprojekt «Globale Nischen: Musik in einer transnationalen Welt» untersucht Musik als ein multidimensionales Phänomen, das tiefe Einblicke in die sozialen, politischen und kulturellen Prozesse und Strukturen der globalisierten Welt zulässt. Als Forschungssample dienen Musikerinnen und Musiker aus ehemals kolonisierten Ländern und ihre Netzwerk-Partner in der Schweiz. Das musikalische Feld erstreckt sich von der nicht akademischen Computermusik, elektro-akustischen Musik, Noise und Sound Art zu Stilen der urbanen Clubmusik (Nortec, Kuduro, Baile Funk, Kwaito). Die Forschungsarbeit beobachtet die Strategien dieser Musiker und ihrer Netzwerke aus multi-lokalen Perspektiven. Sie stellt Bezüge zwischen ästhetischen, soziokulturellen, technologischen und ökonomischen Fragestellungen her und untersucht Wechselwirkungen zwischen Musiker, Musik und Kontext. Im Wechselspiel zwischen empirischen Untersuchungen und Musikanalysen sollen Antworten auf folgende Hauptfragen gefunden werden:

  1. Wie genau wird Musik in einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt produziert und vertrieben?
  2. Welche musikalischen und nicht-musikalischen Wirkungsfelder prägen die musikalische Produktion mit? Ist es der transnationale Zeitgeist im spezifischen musikalischen Genre oder der Ideenaustausch in der lokalen Szene? Oder sind es die finanziellen, politischen,  kulturellen oder technologischen Rahmenbedingungen im Heimat- oder Migrationsland?
  3. Welche Handlungsoptionen nutzen und kreieren die Musiker aus diesen Wirkungsfeldern? Und wie werden diese Wechselwirkungen im musikalischen Produkt manifest?

«Globale Nischen» entsteht an der Zürcher Hochschule der Künste (Institute for Cultural Studies) und arbeitet eng zusammen mit dem Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST), dem Institut für Musik an der Universität Oldenburg, dem Institut für Populäre Musik und Medien an der Universität Paderborn und dem Studiengang Kulturelle Anthropologie der Musik an der Universität Bern.

Das breit vernetzte Forschungsvorhaben verbindet empirische Methoden der Sozial- und Kulturwissenschaften mit Methoden der Populärmusikforschung und Soundforschung.  Für die empirischen Untersuchungen der Musiker-Netzwerkpartner im Ausland sollen gezielt Wissenschafter aus Afrika, Asien und Lateinamerika (und Spezialisten für diese Regionen) herbeigezogen werden. Die Forschung folgt dem Ruf verschiedener Kultur- und Sozialwissenschaftler nach einer transnationalen Makro-Ethnographie, die nicht an Landesgrenzen haltmacht, sondern transnationale Interaktionsfelder aufzeigt.

Als Endresultat soll eine Publikation und eine CD veröffentlicht werden.

Keywords:  popular music, transnationalism, post-colonial, globalization, digitalization, multi-sited ethnography, music analysis, sound studies

Projektdauer

  • 2011 - 2013

Projektfinanzierung

  • SNF/DORE

Kooperationspartner

Hauptpraxispartner:

  • PROGR Zentrum für Kulturproduktion Bern
  • Bee-Flat  Konzertorganisation
  • Art Link: Büro für Kulturkooperation

Weitere Praxispartner:

  • Pro Helvetia Abteilung Musik
  • Pro Helvetia Cape Town
  • Stadt Bern Abteilung Kultur
  • Radio DRS2
  • Radio DRS3
  • WoHrt Musikpresseagentur
  • Neue Zürcher Zeitung Ressort Pop
  • Theater Spektakel
  • Tam Tam Motherland
  • Outhere Records
  • Musikvertrieb
  • Bee-Promotion
  • Artist-in-Residence Informationspool