Bewahren besonderer Kulturgüter II

Bestandesaufnahme Schweiz

Projektleitung

  • Katrin Luchsinger lic. phil

 Mitarbeitende

  • Iris Blum lic. phil.
  • Jacqueline Fahrni FH

Projektbeschreibung

Im Forschungsprojekt wird eine Bestandesaufnahme der Sammlungen von Werken, die Patientinnen und Patienten 1850 – 1930 in psychiatrischen Kliniken in der Schweiz geschaffen haben, erstellt, und die Geschichte dieser Bestände wird in einem Kompendium dokumentiert. In der Schweiz wurden zwischen 1850 und 1900 über vierzig private oder öffentliche psychiatrische Anstalten eröffnet, in welchen manchmal erstaunliche künstlerische Werke entstanden. Um 1920 stiess das Gebiet auf grosses Interesse und viele Psychiater legten Sammlungen an. Trotz der Aufmerksamkeit, die diese Werke immer wieder, zum Beispiel in der „Art Brut“ erfuhren, besteht kein Überblick darüber, in welchen Kliniken Werke aus der Zeit vor 1920 erhalten geblieben sind. Sie sind gefährdet, da sie bei Um- und Neubauten aus Unkenntnis weggeworfen werden oder sich zerstreuen.

Als komplexe ästhetische Vorhaben in einer schwierigen und gesellschaftlich isolierten Situation entstanden, werfen sie eine Fülle von Fragen zu ihrer Verortung in Kunst und Gesellschaft um 1900 auf. Die Bestandesaufnahme dient als Grundlage für die weitere Forschung und trägt dazu bei, die gefährdeten Werke zu sichern.

Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, Werke von Patientinnen und Patienten aus den frühen psychiatrischen Anstalten in der Schweiz als ein besonderes schweizerisches Kulturgut zu sichern und der Öffentlichkeit (unter Berücksichtigung des Datenschutzes) zugänglich zu machen.

 

www.kulturgueter.ch

Projektdauer

  • 2010 – 2013

Projektfinanzierung

  • SNF/DORE

Kooperationspartner