Forschungprojekte - Aktuell

archiv performativ. Ein Modell-Konzept für die Dokumentation und Aktualisierung von Performancekunst

Pascale Grau, Irene Müller, Margarit von Büren

Performancekunst bedarf einer besonderen Form der Dokumentation und Erschliessung, will sie als Tradierungsmedium kulturell relevant bleiben. Das Forschungsprojekt trägt zur Performanceforschung bei und beteiligt sich am Diskurs über lebendige Archive, kulturelles Gedächtnis, zeitgenössische künstlerische Strategien und künstlerische Forschung. Mit kulturwissenschaftlichen und qualitativen Methoden, werden sowohl Dokumentationssammlungen von Performancekunst nach ihren Praxen und Kriterien, als auch ihre Nutzer/innen nach ihrem spezifischen Bedarf befragt. Ein temporär aufgebautes „Modellarchiv“ wird zum Labor für praxisgeleitete Forschung. Die kulturanalytischen Auswertungen bringen Standards für die Beschaffenheit der Dokumentationen hervor und beschreiben Strategien, die ein lebendiges Archiv kennzeichnen. Die Kriterien fliessen in ein Handbuch, das einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird.

 

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Aux Ecoutes des Images

Dr. Sabine Gebhardt Fink,  Dr. Claudia di Luzio, MA Sandra Naumann

Dr. Sabine Gebhardt Fink und Dr. Claudia di Luzio arbeiten seit Frühjahr 2011 an einem Forschungsprojekt am ICS der ZHDK, das sich mit der ästhetischen Struktur audio-visueller künstlerischer Installationen und Performances von der Moderne bis zur Gegenwart anhand von exemplarischen Fallstudien auseinandersetzt. Dabei gehen wir von der These aus, dass in nicht narrativen oder illustrativen Klang-Bild-Relationen grundsätzlich drei Verknüpfungsmodi zwischen visuellen und auditiven Elementen möglich sind; dies sind: Parallelisierung, Kontrastierung und wechselseitige Ergänzung oder Erweiterung.

 

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„Bewahren besonderer Kulturgüter II. Bestandesaufnahme Schweiz“

Katrin Luchsinger lic. phil., Iris Blum lic. phil., Jacqueline Fahrni FH

Im Forschungsprojekt wird eine Bestandesaufnahme der Sammlungen von Werken, die Patientinnen und Patienten 1850 – 1930 in psychiatrischen Kliniken in der Schweiz geschaffen haben, erstellt, und die Geschichte dieser Bestände wird in einem Kompendium dokumentiert. In der Schweiz wurden zwischen 1850 und 1900 über vierzig private oder öffentliche psychiatrische Anstalten eröffnet, in welchen manchmal erstaunliche künstlerische Werke entstanden. Um 1920 stiess das Gebiet auf grosses Interesse und viele Psychiater legten Sammlungen an. Trotz der Aufmerksamkeit, die diese Werke immer wieder, zum Beispiel in der „Art Brut“ erfuhren, besteht kein Überblick darüber, in welchen Kliniken Werke aus der Zeit vor 1920 erhalten geblieben sind. Sie sind gefährdet, da sie bei Um- und Neubauten aus Unkenntnis weggeworfen werden oder sich zerstreuen.

 

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Globale Nischen: Musik in einer transnationalen Welt

Dr. Thomas Burkhalter, Simon Grab

Das transdisziplinäre Forschungsprojekt «Globale Nischen: Musik in einer transnationalen Welt» untersucht Musik als ein multidimensionales Phänomen, das tiefe Einblicke in die sozialen, politischen und kulturellen Prozesse und Strukturen einer zunehmend globalisierten Welt zulässt. Als Forschungssample dienen Musikerinnen und Musiker aus ehemals kolonisierten Ländern und ihre Netzwerk-Partner in der Schweiz. Das musikalische Feld erstreckt sich von der nicht akademischen Computermusik, elektro-akustischen Musik, Noise und Sound Art zu Stilen der urbanen Clubmusik (Nortec, Kuduro, Baile Funk, Kwaito). Die Forschungsarbeit analysiert diese Musiker und ihre Netzwerke multi-lokal. Sie stellt Bezüge zwischen ästhetischen, soziokulturellen und technologischen Fragestellungen her und untersucht Wechselwirkungen zwischen Musiker, Musik und Kontext.

Als Endresultat soll eine Publikation veröffentlicht werden. Für die Auswertung in der Schweiz wird ein Symposium mit Konzerten und Podiumsgesprächen organisiert.

 

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Hermann Obrist (1862-1927) im Netzwerk der Künste und Medien um 1900

Prof. Dr. Matthias Vogel, Ingo Starz

Das Projekt unternimmt eine kritische Relektüre des künstlerischen Schaffens und Wirkens von Hermann Obrist. Sein Werk soll an den Schnittpunkten zwischen Historismus, Jugendstil und Moderne verortet und im Kontext der zeitgenössischen Kunsttheorien diskutiert werden. Die Überschreitung der klassischen Gattungsgrenzen, die der Künstler mit seiner Architekturplastik vollzieht, wird Anlass sein, über Aspekte des Gesamtkunstwerks sowie Fragen der modernen Formensprache und Raumgestaltung nachzudenken. Die in die Zukunft weisenden Züge von Obrists Werk werden akzentuiert betrachtet. Eine Analyse der Schriften und Briefe Obrists und eine Untersuchung der vorhandenen Reproduktionsfotografie zu dessen Werk tragen dazu bei, den Künstler als innovativen Gestalter und Vordenker seiner Zeit zu situieren.

 

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Kunst, Kunstbetrieb, Wissensgesellschaft Schweiz. Konstruktionen Kultureller Identität In der Schweizer Filmwochenschau 1940-1975

Prof. Dr.Kornelia Imesch, Université de Lausanne; Prof. Dr. Sigrid Schade, ICS, ZHdK

Zwei kooperativen Forschungsvorhaben, die am Institute for Cultural Studies in the Arts der Zürcher Hochschule der Künste und der Séction d'histoire de l'art der Université Lausanne angesiedelt sein werden, zielen auf eine umfassende wissenschaftliche Erschliessung des in der «Schweizer Filmwochenschau» vermittelten Bildes des Kunstbetriebs, seiner «Orte», Akteur/innen, Mechanismen und Strategien. Das Doppel-Projekt will die den Reportagen zugrunde liegenden Kunstbegriffe analysieren und den Aufbau von Künstlerkarrieren über dieses Medium verfolgen. Dabei sollen auch geschlechterspezifische Mechanismen und das Funktionieren der narrativen Grundmuster in der Kunstberichterstattung untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wird weiters auf die Spezifika, «Brüche» und «Leerstellen» im Konzept und Stil der Reportagen über die verschiedenen Produktionsjahre hinweg gelegt. Die Beiträge über Kunst, Kunstausstellungen und Künstler/innen werden nicht nur isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang der jeweiligen «Programmnummern» befragt und im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen verortet. Es soll der Art und Weise nachgegangen werden, wie Berichte über Kunst, Kunstereignisse und Künstler/innen formal und thematisch an vorangehende oder nachfolgende Reportagen angeschlossen sind und dadurch zusätzlich an Aussage gewinnen, konnotativ belegt erscheinen. Auch wird untersucht, wie die einzelnen Kunstsparten und Kunstformen und welche Kunstschaffende auf diese Weise mit anderen Bereichen wie Architektur, Technik, Ingenieurwesen oder Wirtschaft, Konsum, Mode, Freizeitgestaltung u. a. m. zusammengebracht werden.

 

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Kunstvermittlung zeigen: Repräsentationen pädagogischer Museumsarbeit im Feld der Gegenwartskunst

Stephan Fürstenberg, Nanna Lüth, microsillons (Olivier Desvoignes/ Marianne Guarino-Huet)

Im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen dem Institute for Art Education (IAE) und dem Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS) werden Repräsentationspraktiken pädagogischer Museumsarbeit und Kunstvermittlung an allen Schweizer Museen mit Bezug zu Gegenwartskunst analysiert. Eine solche Untersuchung stellt sowohl im Forschungszusammenhang kulturwissenschaftlicher Analyse und (Re-)Lektüren der Institution Museum als auch im Forschungsfeld der Kunstvermittlung ein Desiderat dar. Das Forschungsteam besteht dabei aus Akteur_innen, die Wissen und Erfahrungen aus den Forschungs-, Theorie- und Praxisbereichen der (Studien zur) Visuellen Kultur sowie der (künstlerischen) Kunstvermittlung in die Untersuchung einbringen. Gegenstand der Analyse sind Repräsentationsmaterialien wie bspw. Projektdokumentationen, Informationsbroschüren oder Publikationen der Vermittlungsdepartemente sowie deren Internetauftritte, die repräsenationskritisch sowie machtanalytisch aufgearbeitet werden.

 

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Poetry Goes Art & Vice Versa

Dr. Sabine Gebhardt Fink (wissenschaftliche Aufarbeitung der Entstehung und Entwicklung der Visuellen und Konkreten Poesie in der Schweiz)

Das Projekt Poetry Goes Art & vice versa widmet sich der Entstehung und internationalen Entwicklung der Konkreten und visuellen Poesie seit den 1950er Jahren.

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The Swiss artists-in-labs programm

Prof. Dr. Jill Scott and Irene Hediger

Today there is a growing impact of scientific research on society and artists are increasingly interested to comment on the translation and transformative potentials of this research. The aim of the Swiss Artists-in-Labs-Programme is to encourage interdisciplinary research and education exchange at the interface between science and art. This exchange increases know-how transfer, shares patterns of creativity and enhances new innovative approaches Our research at the ICS involves a great deal of "work in progress" analysis, the public understanding of science and the formation of new collaboration strategies. The program offers artists a "hands on" experience in an actual science laboratory. There are four residencies awarded each year spanning the following disciplines: physics, social science, natural science, engineering and computation. This gives an artist a full nine-month immersive experience, requiring interaction from the scientists, the opening up of new levels of creativity on both sides and the need to "think" beyond confined boundaries and definitions.

 

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ICS-Kooperation mit dem Forschungs-Projekt (DFG)

„Übergriffe“ und „Objekte“: Bilder und Diskurse kindlich-jugendlicher Sexualität

Dr. habil. Insa Härtel, Universität Bremen

Das kulturwissenschaftliche Projekt untersucht aktuelle Vorstellungen kindlich-jugendlicher Sexualität – zu einem Zeitpunkt, in dem die Bedeutung des Sexuellen zur Debatte steht. Den Ausgangspunkt bilden Zeitdiagnosen eines diesbezüglichen westlich sozio-kulturellen Wandels: Betont werden dort u.a. äußerliche Sexualisierung und Kommerzialisierung sowie Phänomene der Entmystifizierung und inneren Desexualisierung – bis hin zum Verschwin­den des leidenschaftlich-sexuell verfassten Subjekts. In den Debatten um sexuelle Übergriffe (Kindesmissbrauch, auch sexuell verwahrloste Jugendliche) zeigt sich zugleich – über die Faktizität schwerwiegender Delikte hinaus – eine teils phantasmatisch überschießende Er­regtheit. Eine These ist die gesellschaftliche Abwehr möglicher Dimensionen des Sexuellen, die als ‚infantil-perverse‘ das (vorherrschend narzisstische) Subjekt desintegrieren und die als ausgeschlossene verschoben wiedererscheinen. Das Arbeitsprogramm des beantragten Projekts beinhaltet eine qualitativ explorierende Untersuchung heterogener kultureller Produkte aus dem künstlerisch-medialen Bereich (vom Stern-Artikel bis zu Tracey Emin), die verschiedene Formen ‚übergriffig‘-grenzüberschreitender Sexualität im Bereich Kindheit / Jugend thematisieren. Dies geschieht mit dem Ziel, einen Beitrag zu einem differenzierten Bild des derzeitigen westlich-kulturellen Einsatzes ‚kindlich-jugendlicher Sexualität‘ gerade in den irritierenden Dimensionen zu leisten und die damit verbundenen Konflikte auszuloten.

White Cubes - Gendered Cubes. Einschreibungen von Geschlecht in Museen für moderne und zeitgenössische Kunst

Jennifer John , ICS Focus Cultural Analysis

Das Forschungsprojekt White Cubes - Gendered Cubes analysiert den Umgang von Kunstmuseen mit der Thema Geschlecht. Fokussiert werden dabei mögliche Effekte der Debatten um Geschlechterdifferenz auf die Diskurse der Institution Kunstmuseum.

 

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Doktorandenprogramm Z_Node

Prof. Dr. Jill Scott, ICS Focus Cultural Analysis

Z_Node ist eine Forschungsgruppe, die sich Forschungsfragen zwischen kultureller Produktion, Kultur- und Naturwissenschaft und Technologie stellt. Sie ist Teil eines weitläufigen internationalen Forschungsprogramms, des Planetary Collegium, das an der University of Plymouth angesiedelt ist. Z_node als ein neues, mobiles PhD-Programm und Netzwerk beschäftigt sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten transdisziplinärer und transkultureller Theorien und Arbeitsweisen. Besondere Schwerpunkte liegen in der Erforschung kollaborativer Interfaces, von Kreativität, dem Vergleich von Prozessen und Methodologien technischer Verfahren und der Deutung von Wahrnehmungsweisen.

Teilprojekte (Research Fellows):

(Current researchers): Prof. Hung Kung, Karmen Franinovic, Prof Tiffany Holmes, Kirsten Johannsen, Jürgen Moritz, Teresa Chen, Honor Harger, Prof. Louis Philllip Demers, Brandon Ballangee, Andreas Schiffler, Monika Codourey, Prof. Sandra Hoffmann; Juanita  Schläpfer-Miller, Aviva Rahmani, Ellen Levy, Leslie Alfin. 

PHD Recipiants: Prof Dr. Tiffany Holmes, Prof. Dr. Trebor Scholz

Zweitgutachter (Second Superviors / HGKZ):

Prof. Dr. Matthias Vogel, Dr. Steffen Schmidt, Dr. Daniel Bisig, Dr. Angelika Hilbeck, Dr. Andrea Gleiniger, Prof Dr. Stephan Guenzel, Prof. Dr. Therese Steffen, Prof Dr. Thea Brejzek

 

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