Affekt in Kunst und Visueller Kultur" - eine Sektion des Ersten Schweizerischen Kongresses für Kunstgeschichte (2.-4. September, Bern)
Affekte sind erneut in den Fokus wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeitens gerückt. Die theoretische Beschäftigung mit Konzepten von Atmosphäre und Emergenz zeugt ebenso wie die Ästhetik vieler Videoinstallationen seit den 1990er Jahren vom aktuellen Interesse an einer (körperlichen) Wirkungsästhetik. Problematisch scheint daran das oft unkritische Anknüpfen an Unmittelbarkeitsvorstellungen. Aus der Perspektive einer (Re-)Historisierung des Affektkonzepts und einer kritischen Diskussion medialer Wirkungsästhetiken soll nach den damit verbundenen kulturellen Konstruktionen und Politiken sowie nach den zugrunde liegenden Subjektentwürfen gefragt werden.
Im Rahmen des Ersten Schweizerischen Kongresses für Kunstgeschichte leiten Sigrid Schade, Sabine Gebhardt und Sigrid Adorf die Sektion 8, "Affekt in Kunst und Visueller Kultur" (Fr. 03. Sept., 14:00-17:00) mit Beiträgen von Katrin Busch, Joseph Imorde, Martina Sauer, Catherine Schaller und folgenden eigenen Vorträgen:
Sigrid Schade, Plenum 3 (Sa. 04. Sept., 14:40-15:20)
- Visuelle Politiken und Tradierung von Affektgestaltung. Zur aktuellen Rezeption von Aby Warburg und Fritz Saxl
Sigrid Adorf, Sabine Gehardt Fink, Sektion 8 (Fr. 03. Sept., 16:30-17:00)
- Stimmung und Atmosphäre. Aktuelle Konzepte affizierender Ästhetiken und ihre Politik
Kongressprogramm und weitere Informationen: www.vkks.ch/